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Statement: Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND e.V., Berlin
Prof. Dr. Hubert Weiger

Erneuerbare Energien mit den Bürgern und in Einklang mit der Natur

Der BUND drängt vehement auf eine echte Energiewende – für Klimaschutz und für eine risikoarme Energieversorgung. Wir treten ein für eine Energieversorgung die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien besteht. Grundvoraussetzung für diese zukunftsfähige Energieversorgung ist die drastische Verringerung des Energieverbrauchs. Hier erleben wir seit Jahren ein Versagen der Politik. Wer Energiewende und Klimaschutz will, der muss dieses Thema anpacken, mit klaren Zielen, verbindlichen Maßnahmen und einer ausreichenden Förderung.

Was möglich ist, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen, das zeigt der erfolgreiche Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich. Das EEG ist die erfolgreichste Klimaschutzmaßnahme und der Motor der Energiewende. Der BUND wird dafür kämpfen, dass das erfolgreiche System der garantierten Einspeisevergütungen weiter erhalten bleibt. Nur mit dieser Förderung schaffen wir die nötige Dynamik und Investitionssicherheit gerade auch für kleine Investoren, Bürgerwindparks und Energiegenossenschaften. Dies muss so bleiben, denn wenn unsere Energieversorgung in der Zukunft überall sichtbarer wird, müssen die Bürger und Bürgerinnen auch überall daran partizipieren können. Dies ist gut für die Akzeptanz vor Ort, aber auch gut für einen dynamischen Ausbau unanhängig von den großen Stromkonzernen. Der BUND fordert ökologische Nachbesserungen beim EEG. Insbesondere die Förderung von großen Biogasanlagen für die im großen Stil Mais angebaut wird, ist ein ökologisches Problem. Grundsätzlich aber gibt es noch sehr große Ausbaupotentiale für den naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere für den Ausbau der Windenergie an Land. Wichtig ist, dass hier kein Wildwuchs betrieben wird, sondern der Ausbau vernünftig geplant wird: Standortfestlegungen im Rahmen von Regionalplänen oder kommunalen Konzentrationsgebieten auch unter Beachtung ökologischer Restriktionen (Arten-/Lebensraumschutz, Landschaftsbild etc). Eine vernünftige Planung und ein transparentes Verfahren sind auch die zentralen Voraussetzungen für das Gelingen der Integration der Erneuerbaren Energien und den Umbau unseres Stromnetzes.

Prof. Dr. Hubert Weiger
Vorsitzender BUND e.V.

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